Im Land der HopfenzupferProlog:Kennst Du das Land wo hoch der Hopfen rankt, wo nach der 2. Maß der Gast im Wirtshaus schwankt, die Landschaft fest an Drähten hängt und Bayern die Geschicke lenkt Es ist die Hallertau und dort lebt Charly Scharl seinen Rollersport.Ja, er war es auch, der am 2.-3. Juli 2011 zusammen mit dem Vespa-Veteranenclub Deutschland und denVespa-Freunden Mauern zu eineminternationalen Vespa-Oldtimer Treffen in Nandlstadt nähe Mauern in der Holledau eingeladen hatte.Was dort im Zeilhof die 199 über die Nennung angereisten Vespisti zusammen mit den ca. 150 Tagesgästenerlebten, war eine Begegnung der Superlative.Schon die Örtlichkeit, ein vom angrenzenden Sägewerk erstelltes Holzlanghaus, mit Sitzmöglichkeiten innenund außen, das die Vespa-Freunde Mauern angemietet hatten, war für Treffen dieser Art wie geschaffen, dennvor dem Haus war ausreichend Platz, in langen Reihen die 250 Stück starke Rollerflotte aufzustellen.Es wurde gegrillt und gezapft und zwischendurch noch ein Kaffee mit Kuchenstückchen und mittendrin dasVespavolk, das sich am Freitag pünktlich um 10Uhrzur großen Ausfahrt durch die Holledau RichtungKloster Weltenburg, Befreiungshalle, Abensberg ( Hundertwasserturm ) bereitgestellt hatte. Für die 140 km waren 6 h eingeplant. Nach ca. 2 hwaren alle wieder da! Man sah ihnen eine gewisseäußere Inkontinenz an, der Regen hatte mit ihnenkein Mitleid gehabt.Die auf diese Weise gewonnenen Stunden kamendem Vespa-Museum Mauern zugute.Karl Scharl führte die Neugierigen in kleinen Gruppenzum " Vespa-Tempel", eine geringere Bezeichnungwürde dem, was dort ausgestellt ist, nicht gerechtwerden.23 Jahre Sammelleidenschaft haben dasUntergeschoss seines 1F Hauses zu einer " AllesVespa" Lodge gemacht. Wenn es dort etwas nichtgab, dann hat es Piaggio auch nicht produziert. Ichhabe die top-restaurierten Oldtimerroller nichtgezählt, ebenso wenig den Wandschmuck wie diealten Filmplakate, die interessante Geschichten rundum die Vespa ankündigten oder die verchromtenRadkappen auf der einen Seite und die Plaketten aus aller Welt auf der anderen Seite.Devotionalien, wohin das Auge blickt. DerAngelsachse würde sagen " amazing" ! Wer sich dort Appetit geholt hatte, konntediesen im Anschluss mit köstlichenPizzahappen und je nach persönlicherKondition mit Bier und Wein evtl. auch mitWasser im Zeilhof befriedigen. Über dieLänge des Abends gab es am nächstenMorgen unterschiedliche Äußerungen.Der folgende Samstag begann nach einemFrühstück wie es sich gehört mit allerleiAktivitäten. Hinter dem Langhaus wurdenvon den Vespahändlern ( Sip, Rollerladen,Lion Scooter, Peter Erhorn usw. ) dieStände aufgebaut und vor dem Haus liefendie Tagesgäste mit ihren Oldtimern unddie gemeldeten Vespafahrer Schlag aufSchlag ein. Zur Tagesmitte zählte man ca.250 Fahrzeuge, vor dem Haus feinaufgereiht.Wie so oft, gibt es mindestens einen Dummkopf unter denvielen vernünftigen Vespisti, der sich verbal in unverschämterArt und Weise lästernd über die anwesenden " Plastikroller "hermacht. Das Treffen war für alle Rollertypen ausgelegt. Derfriedlichen Weiterführung des Tagesprogramms tat das aberkeinen Abbruch.Auf dem Teilemarkt war richtig was los! Neben denprofessionellen Händlern legten auch Mitglieder von Vespa-Ortclubs ihre überzähligen Vespateile aus und so entstand denganzen Tag über ein richtiges Bazargefühl.Zwischendurch lockte immer der Grillstand und dasKuchenbuffet zur Energieaufstockung.Karl Scharl musste immer wieder interessierte Vespafahrer zuseinen Sammlungen in sein Museum führen und seine FrauIsabella unterstützte ihn dabei nach Kräften.Gegen 15:30 Uhr wurde zum 45 km Vespacorso durch der Weltgrößtes zusammenhängendes Hopfenanbaugebiet, dieHallertau, geblasen und diesmal zog sich die Rollerschlange beitrockenem Wetter über Straßen, die sich, wie auf Kinderbildergemalt, über Berg und Tal schlängelten. Zu unserer Sicherheitstanden an den Kreuzungen einige Mitglieder von den Vespa-Freunden Mauern bereit und sorgten für freie Fahrt.Mit einer großen Tombola wurde die Zeit bis zum Abendessenüberbrückt. Relativ schnell waren alle Lose verkauft und ab 19Uhr landete der Spanferkelrollbraten mit Knödel und Salat aufordentliche Teller mit ordentlichem Besteck ! An dieser Stellekam auch das Gastgeschenk, ein in einer kleinen Brauereihergestelltes und dort in Bügelflaschen abgefülltes helles Bierzum Einsatz. Als Appetitanreger blickte die junge Dame mitdem leicht angehobenen Kleid, womit sie schon beim Oldtimer-Flyer für Aufmerksamkeit sorgte, etikettiert von der Flasche.Noch schnell, bevor der Tag zum gemütlichen Abend wurde, standKarl Scharl in landestypischer Ledertracht mit einemBlumenstrauß auf der kleinen Anhöhe vor dem Langhaus undbedankte sich in landestypischer Mundart bei den Gästen für ihrKommen, hob die Internationalität des Treffens durch dieAnwesenheit der Rollerfahrer aus Italien, Österreich, der Schweizund Deutschland hervor und fand Dankesworte an seine FrauIsabella, die zusammen mit dem ganzen Team des VF Mauern füreinen reibungslosen Ablauf des Treffens gesorgt hatte. Ja und derBlumenstrauß?Den bekamen symbolisch die vielen Helfer, Isabella aber durfteihn ins Wasser stellen.Danach aber " Alles Party"! Einzelheiten sind bei den Teilnehmernnachzufragen, Der Verfasser dieses Berichtes kann jedenfalls nurbis ca. 23 Uhr von einem fröhlichen, ausgelassenen Festberichten, danach verlieren sich die Ereignisse in den zartenDuftnuancen des Rotweins.Mit dem Sonntag kam auch der Abschied, doch vorher wurdenoch mal kräftig das Frühstücksbuffet geplündert mit einem Grußaus der bayerischen Heimat: Weißwürste mit süßem Senf.Draußen starteten schon die ersten Vespisti ihre Roller, wie so oftwar das ein Signal zum Aufbruch. Ein Aufbruch, der auf derRückfahrt viele schöne Momente vom Treffen in Erinnerung rufensollte.Den Protagonisten von Nandlstadt aber sei gesagt: Ihr habt dieMesslatte für Vespa-Treffen verdammt hoch gehängt !!Epilog: Es ist wirklich zum schrei`n Mir fällt nichts mehr ein.Ein 3x Vespa rollKarsten Matern